Kurioses Muschel-Museum
Präparierung
Bei den Ausstellungsstücken des Museums handelt es sich in erster Linie um:
1.Strandfunde, d.h. im Rahmen der Nahrungskette geleerte Gehäuse von Muscheln und Schnecken, welche in Brandung und Sand ihre Endreinigung erfahren haben.
2. Nahrungsabfälle , aufgelesen neben den Fischerhütten. Nach der Fleischverwertung sind diese Gehäuse durch Maden und
Ameisen etc.von den restlichen Innereien geruchlos gereinigt worden.
3. Strand-Totfunde aus dem weggeworfenen "Beifang" der Nahrungsfischerei, z.B.Seeigel, Seesterne und Krebse, bei denen die
Fleischanteile bereits von Kleingetier aus der Körperhülle gefressen worden war. Hierzu gehören auch die ganz wenigen
nicht essbaren Schnecken-Arten, wie z.B.Conusschnecken.
(Es werden auch einige wenige Fisch-,Seeigel- und Krebspräparate gezeigt, welche aus Besucher-Gaben oder käuflichen Erwerbungen stammen.Bei diesen erfolgte die Präparierung mehr oder weniger fachgerecht ausserhalb des Einflussbereiches des Museums.)
Konservierung
Die Sammlung setzt sich fast ausschließlich aus Abfallgehäusen (Nahrung, Beifang, Strandfunde) zusammen. Die Exponate haben also als Fundstücke ohnehin durch Fleischentnahme, Abfall-Lagerung, Abrieb, Verwitterung usw. gelitten. Konservierende Maßnahmen würden einzig und allein in Bezug auf eine weitere Farb-Ausbleichung Sinn machen. Dazu wäre ein Abdunkeln der Ausstellungsräume (wie in einigen Museen tatsächlich zu beobachten) erforderlich. Hierdurch würde die beabsichtigte visuelle Sensibilisierung der Besucher für die Natur-Schönheiten eine Einschränkung erfahren. Es wird deshalb auf jegliche Konservierungsmaßnahmen verzichtet. Das Problem der Haltbarkeit bei Nahrungsabfällen ist bei den Gehäusen der Muscheln ohnehin nicht so groß, wie z.B.bei Leder, Bettfedern,Wolle, Knochen usw.
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